Nachhilfeunterricht gibt Chancen
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Foto: zVg
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Die schulischen Leistungen fallen schnell in den Keller, wenn sich ein junger Mensch in Schwierigkeiten befindet – wegen sprachÂlichen Problemen, bei Schul- oder Wohnortswechsel, Stress, ÂTrennung der Eltern. Oder es bestehen generelle Lernschwierigkeiten, Prüfungsängste oder Schulmüdigkeit, das Familienbudget lässt aber Nachhilfeunterricht nicht zu. Hier hakt die Jugendseelsorge mit ihrem Förderprojekt Move ein. «Durch Einzelunterricht fördern wir Jugendliche ab der 6. Klasse», erklärt Gerry ÂKernwein, der seit Frühling die Projektleitung übernommen hat. Mit dem preislichen «Dreistufenmodell» soll eine hohe Chancengleichheit erzielt werden. «Der Grundtarif pro LekÂtion ist 30 Franken. Einkommensschwache und kinderreiche Familien können einen reduzierten Tarif beantragen. Familien in guter finanzieller Lage bitten wir, das Projekt mit dem Gönnertarif zu unterstützen», erklärt Kernwein. Mit jedem Jugendlichen wird ein kleiner Vertrag ausgearbeitet: Wo braucht er oder sie Unterstützung, wie viele Lektionen, wie viele Hausaufgaben. Als Lehrpersonen fungieren Studierende. Sie bekommen einen kleinen Lohn und werden sorgfältig ausgewählt: «Sie müssen geduldig sein und gut erklären können», sagt Kernwein. Der Unterricht wird in den Räumlichkeiten der Jugendseelsorge Zürich angeboten, gleich oberhalb des Central. «Wir helfen Jugendlichen bei Hausaufgaben, Vorträgen, Maturaarbeiten oder für die Lehrabschlussprüfung. Dabei möchten wir ihr Selbstvertrauen stärken und ein Klima des Respekts und der Geduld schaffen», führt Kernwein aus.Entstanden ist das Projekt Move bereits 1999 durch Berufsberater Hugo Brunner. Er stellte fest, dass gezielte Nachhilfestunden die ÂChance auf eine Lehrstelle oder einen guten Lehrabschluss deutlich verbessern. Der neue Leiter Gerry Kernwein hat bereits die Sprachschule bellingua aufgebaut, Psychologie und Linguistik studiert. Wenn er nicht für Move Âarbeitet, ist er als Hausmann für seine zwei Kinder engagiert.
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