Neubau für Paulus-Akademie bewilligt
Einen mutigen Entscheid fällte die Synode für das Projekt «Stadtakademie PAZ» und sprach trotz einiger Unklarheiten und nach heftiger Debatte den Objektkredit von insgesamt rund 15 Millionen Franken für den Neubau der Paulus-Akademie in der Überbauung «Kulturpark» in Zürich-West gut. Damit wird nach 10 Jahren Planung und Verwerfung der Standorte in Winterthur und im Zürcher Limmathaus der Umzug der Paulus-Akademie aus Witikon ins Stadtzentrum Realität. Aus Zeitgründen konnte der Synode keine vollständig ausgereifte Vorlage vorgesetzt werden, denn «dieser Zug ist bereits in Fahrt», erklärte der für die Liegenschaften zuständige Synodalrat Zeno Cavigelli. Tatsächlich hatte die Körperschaft im November 2009 mit den Verantwortlichen der Bau- und Wohngenossenschaft KraftWerk1 ein gemeinsames Planungsverfahren begonnen, durch das die Räume für die Paulus-Akademie in die geplante neue Überbauung an der Pfingstweidstrasse einbezogen wurden. So schluckte denn die ÂSynode nach heftiger Debatte den noch nicht ins Detail gehenden Finanz- und Bauplan und sprach schlussendlich mit einer komfortablen Mehrheit von 68 zu 6 Stimmen bei 11 Enthaltungen den Millionenkredit gut. Damit kann gemäss dem Konzept PAZ 05 eine gastfreundliche und dienstleistungsorientierte StadtÂakademie im Frühjahr 2014 neue Räumlichkeiten im Trendquartier Zürich-West beziehen und ein zeitgemässes Forum für Religion, Ethik und Kultur werden.
ENTLASTUNG FÜR KIRCHGEMEINDEN
Die Synode beschloss ausserdem eine Senkung des Beitragssatzes der Kirchgemeinden an die Zentralkasse, und zwar für die Jahre 2011 und 2012 um 0,4 % auf 1,5 % für die natürlichen und 2,25 % für die juristischen Personen. Gleichzeitig fällt die bisherige Zweckbindung zu Gunsten der Kirchgemeinden und des Finanzausgleichs – rund 5,5 Millionen Franken Staatsbeiträge – weg, während sich die Kostenbeiträge des Kantons an die Zentralkasse um jeweils jährlich 3,35 Millionen Franken erhöhen, bis sie Ende 2013 einen Stand von 22,1 Millionen Franken erreichen. Damit wird, wie es das neue Kirchengesetz verlangt, die katholische der reformierten Kirche gleichgestellt. Die Synode genehmigte zudem den Jahresbericht und die Rechnung 2009 der Körperschaft, die zwar mit einem Aufwandüberschuss von rund 900 000 Franken abschliesst, sich aber um über 3 Millionen Franken besser als budgetiert präsentiert. Dies dank höherer Steuereinnahmen und effizientem Einsatz der Mittel und einer zurückhaltenden Stellenbesetzung.