Hinhören und reagieren
Seit über hundert Tagen ist Weihbischof Marian Eleganti im Amt. Dies war der Anlass, ihn mit zahlreichen Fragen aus dem Rat zu konfrontieren. «Als Benediktiner bin ich sehr um den Dialog bemüht, denn nur ein Tor entscheidet ohne Rat», antwortete er auf die Frage nach seinen Erwartungen an den Seelsorgerat. Denn dieser Rat bringe InformaÂtionen und Anliegen aus der Basis. «HinÂhören, erspüren und reagieren sind für mich Prozesse der Meinungsfindung», betonte der ehemalige Abt von Uznach.
Er bemühe sich, auf jeden Menschen zuzugehen. Zudem pflege er den Kontakt zu Gruppierungen, Fachstellen und kirchlichen Stellen. Doch dazu sagte der Weihbischof weiter: «Auf lange Sicht werde ich Prioritäten setzen müssen, um mich nicht zu ‹verzetteln›».
Weitere Fragen kreisten um das Zentrum für christliche Spiritualität an der Zürcher ÂWerdstrasse. «Spiritualität ist mir wichtig und eine Vertiefung ist notwendig», meinte Eleganti, schränkte aber ein: «Da die Finanzen der Kantonalkirche nicht unbegrenzt sind, wäre eine Anbindung des Zentrums für christliche Spiritualität an eine Pfarrei, zum Beispiel an St. Peter und Paul, für mich ideal.» Für ihn müsse das Haus am Werdgarten etwas SpezielÂles mit Blick auf Spiritualität sein.
Nach den Berichten aus den KommisÂsionen und der Wahl von Amanda Ehrler in die Diözesane Pastoralkonferenz verwies Präsidentin ÂAlbertina Kaufmann noch auf die kantonale Wallfahrt nach Einsiedeln am Samstag, 3. Juli 2010, wo Weihbischof Marian Eleganti im Festgottesdienst die Predigt halten wird.
CHRISTIAN MURER