Jugendkirche bald im Viadukt
An ihrer ersten Sitzung 2010 hat die Synode der Katholischen Kirche im Kanton Zürich den Zwischenbericht des Projektes Jugendkirche und das Betriebskonzept für deren baldige Weiterführung im Viadukt zwischen Josefstrasse und Neugasse im Zürcher Kreis 4 wohlwollend zur Kenntnis genommen. Während der vergangenen zwei Jahre im provisorischen Ladenlokal an der Cramerstrasse habe man wertvolle ÂErfahrungen gesammelt und viele Kontakte Âgeknüpft, erklärte Ruth Thalmann, im Synodalrat für das Ressort Jugendseelsorge und Katechese zuständig. Dabei seien kirchenferne junge Erwachsene direkt durch diverse Veranstaltungen angesprochen worden, und gleichzeitig habe eine Vernetzung mit Pfarreien und den Jugendseelsorgen stattgefunden. Auf Juni 2010 ist der Umzug der Jugendkirche in die Viaduktbögen 11 und 12 geplant.
Die Seelsorge in den überregionalen Pflegezentren sollte wie jene in Akut-Spitälern kantonal organisiert und finanziert werden. Diese Forderung stellte Synodenmitglied Mathis Andreoli in einer Motion. Diese Zentren betreuten ältere und pflegebedürftige Menschen aus mehreren Gemeinden. Die Ortspfarrei sei mit deren Seelsorge finanziell wie personell überfordert, erklärte Andreoli. Hannes Rathgeb bekräftigte die Bereitschaft des Synodalrates, diese Motion zu übernehmen, da die Seelsorge an Menschen im letzten Abschnitt ihres Lebens von grösster Wichtigkeit sei. Die Synodenmitglieder unterstützten zwar dieses Anliegen, wollten jedoch keinen Vorentscheid treffen und bereits einen Projektierungskredit für die kantonale Organisation der Seelsorge an den Pflegezentren sprechen. Mit 64 zu 20 Stimmen bei einer Enthaltung sprach sich die Synode daher für eine Umwandlung der Motion in ein Postulat aus. So könne der Synodalrat auch andere Möglichkeiten wie beispielsweise Zweckverbände für die Organisation der Seelsorge prüfen und der Synode vorlegen, wurde argumentiert. Zwei weitere Postulate zur Besoldung der Kirchenmusiker und Religionsunterricht an Migrantenseelsorgen wurden vom Synodalrat zufriedenstellend beantwortet und von der Synode abgeschrieben.
Aufgrund der Wahl vom bisherigen Vizepräsidenten der Synode, Urs Broder, in die ÂRekurskommission und einiger Rücktritte mussten Ersatzwahlen vorgenommen werden. André Füglister aus Urdorf wurde zum neuen Vizepräsidenten bestimmt. An seine Stelle wurde Marcel Barth aus Zürich in die Geschäftsleitung gewählt. Neu als Synodale gewählt wurde mit dem italienischen Staatsbürger Claudio Aquilina, Winterthur, erstmals ein ausländischer Katholik. BL