Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zuerich

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Sie sind hier: Startseite Archiv 2009 forum Nr. 8, 2009 DIE DREI ÖSTERLICHEN TAGE
KLEINES 1x1 DER LITURGIE

DIE DREI ÖSTERLICHEN TAGE

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Wie lange dauert es vom Abend des Hohen Donnerstags bis zum Abend des Ostersonntags? Drei volle Tage von Abend zu Abend. Vier Tage nach dem Datum. Aber nur ein einziger Tag, wenn man dem folgt, was an jenem Tag geschieht: der Überschritt vom Tod zum Leben der Auferstehung. Unser Zeit­erleben wird nicht nur von der Uhr diktiert, sondern mehr noch von dem bestimmt, was sich in einer Stunde oder an einem Tag ereignet. Wir erleben Zeit als länger oder kürzer: kürzer vor allem dann, wenn etwas spannend ist und wir ganz darin aufgehen. Die drei österlichen Tage sind in Wirklichkeit ein einziger Tag, weil das Sterben Jesu und seine Auferstehung voller Spannung und Dynamik sind: ein einziger Schritt vom Tod zum Leben, wie ihn kein Lebender aus eigener Erfahrung beschreiben kann.  Die Feiern vom letzten Mahl Jesu und in der Fusswaschung am Hohen Donnerstag, vom Leiden und Sterben am Karfreitag bis zur Osternacht und dem Ostersonntag sind Momente eines einzigen Spannungsbogens. Wer jeden Moment ganz dabei ist, also sich und sein Leben ganz in die liturgischen Feiern hineinstellen mag, der wird hier und heute in der Kraft Gottes einen Schritt vom Tod zum Leben machen. Das jüdische Pessach und das christliche Ostern: Beide sind ein Schritt in die Freiheit, ein Schritt zum Leben.

GUNDA BRÜSKE
LITURGISCHES INSTITUT

www.liturgie.ch

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