Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zuerich

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KLEINES 1x1 DER LITURGIE

PRÄFATION

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Angenommen, Sie wollen jemandem danken. Sagen Sie dann nur ein einziges Wort: „Danke“ oder „Merci“? Legen Sie in dieses Wort all Ihre warmen Empfindungen und alle Motive für Ihren Dank hinein? Ihr Danke wäre dann ein wirklich grosses Wort! Aber vielleicht liegt Ihnen sehr daran, in Worten auszudrücken, was so besonders war, dass es Sie mit Dank erfüllt. Sie werden wahrscheinlich einzelne Erfahrungen und Motive Ihres Dankes hinzufügen. Genau dies geschieht in der Messe durch die Präfation: Sie nennt ein bestimmtes Motiv für unseren Dank gegenüber Gott.
Das eucharistische Hochgebet ist ein grosses Dankgebet. Nach dem Dialog zwischen Priester und Gemeinde („Der Herr sei mit euch“ … “Erhebet die Herzen“) beginnt der Dank mit der Präfation: „In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Herr, heiliger Vater, immer und überall zu danken.“ Der darauf folgende Satz spricht das Motiv des Dankes aus: ein Ereignis der Geschichte Gottes mit den Menschen, sein Wirken in den Heiligen und auch in der Schöpfung, so beispielsweise in einer Sonntagspräfation: „Denn du hast die Welt mit all ihren Kräften ins Dasein gerufen und sie dem Wechsel der Zeit unterworfen.“
Im Dank schwingt immer ein Lob auf den mit, dem wir dankbar sind. Weil wir Menschen nicht die Einzigen sind, die Gott loben, leitet die Präfation zum Lobpreis des Sanctus über: „Darum preisen wir Dich mit den Kerubim und Serafim und singen mit allen Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig …“ 

 
GUNDA BRÜSKE
LITURGISCHES INSTITUT

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