Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zuerich

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KLEINES 1x1 DER LITURGIE

LICHT

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Alle Kulturen verstehen Licht als das Lebenssymbol schlechthin, vor allem die Sonne. Für die christliche Deutung ist entscheidend: Das Licht ist nicht selbst Quelle des Lebens oder gar Gottheit. Alles stammt von Gott: „Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht“ (Gen 1,3). Nicht die physikalische Realität hat göttliche Qualität, gemeint ist immer der Ursprung: Das Licht der Welt, „das die Heiden erleuchtet“ (Lk 2,32) ist Gott, ja der Mensch gewordene Sohn Gottes. Er wird in geosteten Kirchen im Bild der aufgehenden Sonne begrüsst. In der Weihnachtszeit und am Fest Darstellung des Herrn feiern wir das Licht, das durch Christus in die Welt kam. Die Christbaumkerzen illus-trieren die „lichten“ Texte der Liturgie. Christus ist bleibend gegenwärtig in seiner Kirche. Daran erinnern das ewige Licht, Hinweis auf den Ort zur Aufbewahrung der Eucharistie zur persönlichen Anbetung und für die Krankenkommunion, und jede brennende Kerze in einem Gottesdienst. Seine Begrüssung am Abend durch festliches Entzünden von Kerzen ist am eindrücklichsten ausgestaltet in der Osternacht. Die am Feuer entzündete Osterkerze wird in die dunkle Kirche hineingetragen und durch das Exsultet gedeutet. Wenn wir dann alle eine Kerze in Händen halten und uns auf unsere Taufe besinnen, soll uns ein Licht aufgehen: Wir sind Kinder des Lichts! Licht für die Welt sein: Gibt es eine vornehmere Berufung?  

PETER SPICHTIG OP, LITURGISCHES INSTITUT

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