z.B. St. Paulus, Dielsdorf
Eine lebendige Schar von fast 50 Personen kam Anfang November in Dielsdorf zur Zukunftswerkstatt zusammen. Die gute Vorbereitung in Zusammenarbeit mit Hannes Hinnen trug Früchte. Alle waren mit Engagement und Begeisterung dabei, sodass nach einem lebhaften Vormittag schon ein erstes konkretes Projekt entstehen konnte: Im Januar darf man sich auf einen ersten Pfarrei-Stammtisch freuen.
In einer ersten Gesprächrunde wurden die Anwesenden mit der Frage „abgeholt“: „Was ist das Besondere der Pfarrei St. Paulus?“ Sehr positiv wurde die Integration fremdsprachiger Mitchristen ins Pfarreileben bemerkt. Die aktive Fremdsprachigengruppe sei wohl etwas Einmaliges. Die Pfarrei biete überhaupt viele Angebote, die einzelnen Gruppen seien aber zu wenig miteinander vernetzt. Ein Teilnehmer meinte, bei konkreten Entwicklungsprojekten sei er dabei, mit traditionellen Gottesdiensten könne man ihn nicht „hinter dem Ofen hervorlocken“. Einigen sind die Gottesdienste zu wenig lebendig gestaltet, strahlen zu wenig Begeis-terung aus, anderen beinhalten sie zu viel Verpackung und zu wenig christliche Inhalte. Besonders ist auch die geografische Situation der Pfarrei, die neun politische Gemeinden umfasst.
In einem zweiten Arbeitsschritt wurden die Wünsche aufgenommen. Aus ihnen kris-tallisierten sich in einem dritten Arbeitsschritt sechs Bereiche heraus, „Perlen“, wie Hannes Hinnen sie nannte. An Hand dieser Perlen wurden dann konkrete Arbeitschritte in die Zukunft diskutiert.
Zu den Gottesdiensten gab es viele Vorschläge. Es wurden alternative Zeiten und Formen gewünscht und in einem monatlich wiederkehrenden Rhythmus sollte klassische, rhythmische und kindgerechte Musik die Gottesdienste bereichern. Religiöse Bildung war ein Thema, zudem solle die Jugend mehr wahrgenommen werden. Mutig für eine lebendige und glaubwürdige Kirche einstehen, gerade „von ‚unten‘ her, auch wenn es ‚oben‘ unpopulär ist“, ein weiterer Wunsch.
Frauen sollten in der Leitung der Kirche so vielfältig vertreten sein wie an der Basis, zudem solle der Zölibat aufgehoben werden.
Die Fülle der Ergebnisse wird nun sorgfältig ausgewertet. Es gibt eine Menge zu tun – wir bleiben dran. Â
JÜRGEN KULICKE, GEMEINDELEITER
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