Bischof Kaleta aus Kasachstan
Am Wochenende vom 27./28. Oktober war Bischof Kaleta aus Kasachstan in der Pfarrgemeinde Maria Lourdes in Zürich-Seebach zu Gast. Er predigte im Rahmen eines Gedenkwochenendes, das vom katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ initiiert worden war. Damit machte das Hilfswerk die Öffentlichkeit auf das dramatische Schicksal von Millionen von Christen aufmerksam, die auf der ganzen Welt verfolgt und diskriminiert werden. Als Zeichen der Hoffnung wurden überall Kerzen entzündet.
„Jesus Christus lebte es uns vor, dass wir nicht selbstzufrieden sein sollen, wenn es anderen schlecht geht“, predigte Bischof Janusz Kaleta aus der Stadt Atyrau in Kasachstan vor zahlreichen Gläubigen in der Kirche Maria Lourdes in Zürich-Seebach. Zum ersten Mal beging „Kirche in Not“ in seinem 60. Jubiläumsjahr in der Schweiz ein Gedenk- und Gebetswochenende für verfolgte und diskriminierte Christen. Auch in
„Der Glaube ist ein Geschenk. Ihn zu bezeugen, ein Recht.“
BISCHOF KALETA
Freiburg und Locarno wurden Gottesdienste durchgeführt mit ausländischen Bischöfen, die vom Glaubenszeugnis unter schwierigen Umständen und von der Hoffnung, die im Glauben liegt, berichteten.
Die Predigt Bischof Kaletas erinnerte an all jene Menschen, die ihr Leben und Sterben in den Dienst Jesu Christi und der Nächsten stellten und oft fernab der Öffentlichkeit Opfer der Gewalt wurden. Im Gedenken an diese verfolgten und getöteten Christen und aus Solidarität mit ihrem Leid entzündete Bischof Kaleta eine Kerze, welche das Hilfswerk für diesen speziellen Anlass kreierte. Sie trägt Namen von Menschen, die der religiösen Intoleranz zum Opfer fielen.
Die besondere Kerze sowie ein Dossier mit Hintergrundinformationen können bei „Kirche in Not“ in Luzern bestellt werden. Der Erlös aus dem Kerzenverkauf kommt dem Wiederaufbau von Kirchen in Kriegs- und Krisengebieten zugute. „Der Glaube ist ein Geschenk. Ihn zu bezeugen, ein Recht“, unterstrich auch Bischof Kaleta die Botschaft des Hilfswerkes. Dies gelte insbesondere für diejenigen Regionen der Welt, wo nach wie vor ein Klima der Angst und des Terrors vorherrsche.
PD/BIT