IM NAMEN DES VATERS …
 Am Beginn christlichen Lebens stehen die Worte „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Als Teil der Taufformel entsprechen sie dem biblischen Auftrag zur Taufe auf den Namen des Vaters (Mt 28,20). Auch das Kreuzzeichen, das wir dabei über uns zeichnen, gehört zur Taufe. Wer am Beginn eines Gottesdienstes diese Worte hört oder spricht und das Kreuzzeichen macht, stellt sich neu in die Wirklichkeit des Getauftseins hinein. Er oder sie kehrt damit für einen kurzen Moment zurück zu den Wurzeln des eigenen Christseins und bekennt sich wieder wie in der Taufe (und der Osternacht) zum dreifaltigen Gott. Durch die Antwort „Amen“ tun dies alle zusammen – Christ sein gibt es nicht in der Einzahl! Die Taufe nimmt einen Menschen in die Gemeinschaft der Kirche hinein. So ist auch der Beginn eines Gottesdienstes gemeinsames Tun vor dem Gott, in dessen Namen alle zusammenkommen.
Diese Eröffnung ist auch ein Segenswort. In der Taufe wird Gottes Segen in sakramentaler Fülle über einen Menschen ausgegossen: Teilhabe am alles erfüllenden Leben Gottes als Tochter oder Sohn Gottes. Diese Verheissung begleitet den ganzen Lebensweg von der Taufe bis zum Tod und darüber hinaus. Jeder Gottesdienst ist eine Station auf diesem Segensweg. Auch daran erinnern die Worte „Im Namen des Vaters…“.
GUNDA BRÜSKE
LITURGISCHES INSTITUT