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Technische Daten: 41 Register, 3244 Orgelpfeifen, davon 1132 aus der Vorgängerorgel von 1887, 11,63 Meter Gesamthöhe, 15,2 Tonnen Gesamtgewicht (ohne Empore). Die Domorgel verfügt über eine mechanische Traktur sowie eine mech. und elektri. Registratur.
Der Mann für den perfekten Klang: Orgelbauer Rudolf Aebischer. FOTOS: CHRISTOPH WIDER
CHURER ORGELGESCHICHTE
Die Geschichte der Churer Domorgel reicht ins 19. Jahrhundert zurück. Beim Brand des Churer Hofes 1811 wurde auch die mittelalterliche Schwalbennest-Orgel zerstört. 1815 baute Sylvester Walpen auf einer neuen Empore über dem Hauptportal eine neue Orgel, die Walpen-Orgel. Bereits 1886 wurde diese jedoch von Friedrich Goll aus Luzern durch eine mechanische Kegelladenorgel ersetzt. Von dieser Orgel haben sich bis heute die wertvollen Pfeifen erhalten, die in der von Franz Gattringer 1936 bis 1938 erbauten Orgel verwendet wurden. Dieses elektropneumatische, viermanualige Instrument sollte möglichst viele Variationen im Orgelspiel ermöglichen. Konzeptionelle und bauliche Fehler verunmöglichten sachgerechte Unterhaltsarbeiten, was zu irreparablen Schäden am Instrument führte und eine Restaurierung der Orgel verunmöglichte. Im Zuge der Kathedralrestaurierung erhielt die Männedorfer Orgelbaufirma Kuhn 2002 den Auftrag zur Planung und Ausführung einer neuen Domorgel. Im Herbst 2005 begannen die Arbeiten in der Werkstatt, ein Jahr später wurde die Orgel in Chur montiert. Im März und April 2007 wurde die Orgel intoniert und fertiggestellt. Die Einweihung erfolgt im Oktober 2007. Die neue Domorgel, deren Gesamtkosten sich auf 1,6 Millionen Franken belaufen, ist eine Schenkung der EMS-Chemie an die Kathedralstiftung der Diözese Chur. PS
KÖNIGIN DER INSTRUMENTE
„Am genialen Grundprinzip der Orgel hat sich über ein ganzes Jahrtausend nichts verändert. Sie ist gleichzeitig altehrwürdig und hochmodern. Der Drang des Menschen nach dem Mystischen, nach Perfektion, und die Rückbesinnung auf Werte und Tradition verleihen der Orgel auch im 21. Jahrhundert einen besonderen Stellenwert. Nicht nur verbindet sie Kunsthandwerk mit moderns-ter Technik, sondern sie ist nach wie vor das vielfältigste und klangstärkste Musikinstrument. Die Orgel fasziniert durch die Macht der natürlichen Klänge, die Grösse ihrer Bauweise und ihre lange Geschichte. Orgelmusik gibt Kraft, regt zum Nachdenken an und öffnet die Herzen.“ (Aus dem Firmenporträt des Orgelbaus Kuhn.)