Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zuerich

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Heilige im Monat August

Edith Stein

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Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau als jüngstes von elf Kindern einer jüdisch-orthodoxen Familie geboren. Bereits als Jugendliche wandte sie sich jedoch von ihrem Glauben ab und wurde Atheistin. Die ausserordentlich intelligente Frau studierte Philosophie und doktorierte 1916 bei Edmund Husserl. Obwohl sie ihr Studium mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, wurde sie als Frau nicht zur Habilitation zugelassen – eine weitere akademische Karriere blieb ihr verwehrt. Die Lektüre der Autobiographie der hl. Teresa von Avila beeindruckte sie so tief, dass sie sich 1922 taufen liess und in die katholische Kirche eintrat. 1933 ging sie in den Kölner Karmel und nahm den Ordensnamen Teresia Benedicta a Cruce an. Als gebürtige Jüdin wurde sie bereits 1933 auf Druck der Nazis mit einem Lehrverbot belegt. 1938 forderte sie Papst Pius XI. vergeblich auf, eine Enzyklika gegen die Judenverfolgung zu schreiben. Obwohl sie im selben Jahr in einen Karmel in den Niederlanden geflohen war, wurde sie dort 1942 von der Gestapo verhaftet, ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort am 9. August ermordet. Edith Stein wurde 1998 als erste Märtyrerin jüdischer Abstammung heiliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 9. August.  

THOMAS BINOTTO


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