Liturgie als Zentrum
forum: Herr Bischof Huonder, freuen Sie sich über die Wahl zum Bischof?
Vitus Huonder: Ich glaube, man soll sich darüber freuen, wenn man eine Aufgabe erhält. Andernfalls darf man sie gar nicht annehmen, denn erfüllen kann man sie nur, wenn man Freude daran hat.
Aufgrund der ersten Medienberichte und Reaktionen muss man annehmen, dass Ihnen das Etikett „Hoffnungsträger“ wahrscheinlich nicht umgehängt wird. Sind sie darüber unglücklich?
Es ist ein sehr anspruchsvolles Etikett. In diesem Sinne bin ich froh, nicht gleich als Hoffnungsträger bezeichnet zu werden. Aber vielleicht kann man später einmal sagen, dass ich doch einige Hoffnungen erfüllt habe.
Sie sind teilweise im Kanton Zürich aufgewachsen und haben hier als Pfarrer gewirkt. Was verbindet Sie heute mit diesem Kanton?
Ganz privat bin ich mit dem Kanton Zürich verbunden, weil ein Bruder von mir hier lebt und ich nach wie vor Bekanntschaften aus meiner Zeit als Pfarrer in Kilchberg und Egg pflege. Ich habe aber auch gute Erinnerungen an meine Jugendzeit in Thalwil, weil ich dort in einer sehr lebendigen Pfarrei aufwachsen durfte.
Was hat sie in ihrer Jugend sonst noch geprägt?
In meinen ersten acht Lebensjahren in Trun in Graubünden habe ich eine starke Religiosität erlebt. Und der Kreuzweg von Trun nach Maria Licht mit Jesus im Mittelpunkt hat mich immer wieder beeindruckt. Diese Religiosität habe ich auch in Thalwil wieder gespürt.
Dazu kamen meine ersten Begegnungen mit der reformierten Kirche. Ich fand dieses Zusammenleben als Kind nicht problematisch. Das reformierte Gotteshaus hat mir ebenso Respekt eingeflösst wie das katholische.
Nochmals sehr intensiv geprägt hat mich meine Zeit am Gymnasium in Disentis. Das Leben der Mönche hat mir gefallen, und eigentlich wollte ich ja auch ins Kloster. Ich bin sogar ins Noviziat eingetreten und bis zur einfachen Profess geblieben. Das Gebetsleben im Kloster hat mir sehr viel gegeben von dem ich heute noch zehre.
Wenn man Ihren Lebenslauf auf der Homepage des Bistums Chur liest, erhält man den Eindruck, dieser sei sehr gradlinig verlaufen. Ist das wirklich so?
Als Jugendlicher haben mich auch andere Dinge fasziniert. Einmal wollte ich Lokomotivführer werden, auch Koch hätte ich mir vorstellen können oder die Arbeit auf einer Bank. Aber der Priesterberuf war immer – mindestens im Hintergrund – präsent.
Ich kann nicht sagen, dass ich auf dem Weg dahin keine Krisen hatte, auch wenn sie äusserlich vielleicht gar nicht sichtbar wurden. Nachdem ich das Kloster verlassen hatte, habe ich relativ unabhängig in Fribourg studiert. Erst dort habe ich – beim Gebet in der Kirche „Christ Roi“ – endgültig erkannt, dass ich der Berufung zum Priester folgen wollte. Ich habe das dann Bischof Vonderach in Chur gemeldet, und er hat sich nach kurzer Überlegung bereit erklärt, mich zu weihen, weil er fand, meine Erfahrung im Kloster wiege das Leben im Priesterseminar auf.
Jetzt stehen Sie vor einer neuen Herausforderung. Zumindest im Kanton Zürich werden sie wohl nicht gerade mit Rückenwind rechnen können. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?
Auch wenn ich vielleicht im Moment nicht viel Rückenwind habe, wie Sie sagen, so weiss ich doch, dass ich im Kanton Zürich auch auf Unterstützung zählen darf. Bereits als ich 1990 als Generalvikar nach Chur kam, gab es nicht sehr viel Rückenwind, aber nach zwei Jahren hatte ich die Herzen der Menschen hier doch weitgehend gewinnen können. Ich gehe also auch jetzt mit Zuversicht an meine Arbeit heran und bin überzeugt, dass ich durch mein Wirken auch im Kanton Zürich etwas be-wirken kann.
Am meisten Spielraum hat ein Bischof wahrscheinlich in seinen Personalentscheiden. Wie wollen Sie damit umgehen?
Ich möchte in den verschiedenen Regionen des Bistums auch selbst präsent sein. Aber ich weiss, dass ich gute Mittelsmänner benötigen werde, also beispielsweise Generalvikare und Bischofvikare. Ich brauche Mitarbeiter, die mir sagen können, wie die Situation an ihrem Ort aussieht, und die mich beraten können. Ich werde meinen Weg sicher nicht allein gehen.
Und wie beziehen Sie in ihre Personalentscheide die direkt betroffenen Menschen und Strukturen ein?
Wenn die Situation sehr kritisch ist, kann eine Befragung das Bild klären. Man kann dadurch erfahren, ob eine Person, die man einsetzen möchte, auch akzeptiert wird. Das ist beispielsweise im Falle meiner eigenen Berufung zum Generalvikar nach Graubünden so geschehen.
Stehen bereits konkrete Personalentscheide an?
Ich habe vor, mit den Menschen weiterzuarbeiten, mit denen auch mein Vorgänger gearbeitet hat. Und nach einem Jahr oder so kann man dann sehen, ob Veränderungen notwendig sind. Gleich zu Beginn muss ich natürlich jemanden suchen, der meine Nachfolge als Generalvikar für Graubünden und als Moderator der Kurie antritt. Und bereits jetzt ist klar, dass Generalvikar Weihbischof Paul Vollmar sich in den Ruhestand zurückziehen möchte, wenn er in zwei Jahren die Altersgrenze von 75 Jahren erreicht hat. Aber nochmals: Für mich sind das im Augenblick nicht besonders drängende Fragen. Ich werde meine Arbeit mit dem bestehenden Personal aufnehmen.
Was können Sie mit dem Stichwort „Einvernehmlichkeit“ anfangen?
Es gibt eine kirchliche Lehre, die ich als Bischof zu respektieren habe, da kann ich nicht einvernehmlich sein. Aber in allen Fragen, die nicht grundsätzlich festgelegt sind, bedeutet für mich Einvernehmlichkeit das ständige Zurückfragen und die gemeinsame Sorge darum, dass es gut läuft.
Viele Zürcher kennen Sie nur vom Hörensagen oder aus Medienberichten. Wie würden Sie sich selbst in kurzen Zügen charakterisieren?
Ich überlege mir anstehende Schritte sehr lange – manchmal vielleicht sogar zu lange. Gleichzeitig kann ich sehr impulsiv sein. Vielleicht ist deshalb meine Vorsicht das notwendige Korrektiv dazu. Mit dieser Mischung aus impulsiv und zurückhaltend habe ich eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht.
Und wie erholt sich der neue Bischof?
Ich liebe die Natur, den Wald, ausgedehnte Touren und Spaziergänge. Vor allem während meiner Ferien trägt das viel zu meiner Erfrischung bei und gibt mir Kraft. Auch als Liebhaber von Blumen bin ich gerne in der Natur. Dann liebe ich klassische Musik – vor allem sakrale Musik. Auch hier kann ich mich gut erholen. Und schliesslich ist meine Faszination für die Eisenbahn nie ganz verloschen. Wenn wieder eine neue Strecke in Betrieb genommen wird oder neues Rollmaterial, dann setze ich mich gerne in den Zug, um diese Neuigkeit selbst zu erleben.
Sie haben während Jahren direkten Einblick in die Arbeit des Bischofs gehabt. Wo lauern die Gefahren?
Ich habe sicher nicht die Kraft, die Bischof Amédée hatte. Ein so enormes Pensum, wie er geleistet hat, werde ich nicht bewältigen können. Deshalb werde ich Akzente setzen müssen. Ein wichtiger Akzent liegt für mich im Gebet, dafür will ich mir auch Zeit nehmen. Weiter will ich mit Visitationen in den Pfarreien präsent sein. Schliesslich gibt es Verpflichtungen, die einfach zu meinem Amt gehören, wie beispielsweise die Mitgliedschaft in der Bischofskonferenz.
Ich habe aber den Eindruck, dass wir zu viel Zeit an Sitzungen verbringen. Die Arbeit in den verschiedenen Kommissionen könnte man sicher auch etwas schlanker gestalten, um dann dafür mehr Zeit zu haben, wirklich seelsorgerlich zu wirken. Ein besonders wichtiges Anliegen ist mir daher die Präsenz im Priesterseminar. Es scheint mir wichtig, dass der Bischof die Priesteramtskandidaten regelmässig besucht und mit ihnen feiert.
Entsteht dadurch nicht ein innerer Kreis, so dass sich beispielsweise angehende Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten ausgeschlossen fühlen?
Ich werde auch bei den angehenden Laientheologen und -theologinnen präsent sein, soweit das im Rahmen ihrer Ausbildung notwendig und sinnvoll ist.
Wenn über Sie geschrieben wird, tauchen einige Stichworte immer wieder auf. Sie gelten beispielsweise als „konservativ“. Macht Ihnen diese Charakterisierung Mühe?
Grundsätzlich habe ich damit keine Mühe, denn ich möchte die Lehre und das Leben der Kirche weitergeben, so wie wir es empfangen haben. Und die Wurzel unseres Glaubens liegt ja in der Vergangenheit. Wenn konservativ bedeutet, zu unserem Glauben Sorge zu tragen, dann habe ich damit keine Probleme. Wenn allerdings behauptet wird, ich ginge auf die heutige Zeit nicht offen ein, dann wehre ich mich. Ich überlege mir immer wieder, wie ich unser Glaubensgut jetzt weitergeben kann, welches heute die sinnvollen Mittel dazu sind.
Sie werden auch als „romtreu“ charakterisiert. Was verstehen Sie selbst unter diesem Begriff?
Wir haben ein Lehramt und einen Papst, das ist Teil unseres Glaubens, da muss ich mich doch daran halten, vor allem in jenen Punkten, die grundlegend sind. Romtreu bedeutet nicht, dass man mit dem Heiligen Vater nicht diskutieren und ihn nicht auf eine besondere Situation bei uns aufmerksam machen dürfte, aber grundsätzlich ist er für mich der Felsen Petri. Das muss ich respektieren, und das will ich auch respektieren.
Sie gelten als „ehrgeizig“. Kann man überhaupt Bischof werden, ohne ehrgeizig zu sein?
Ehrgeizig empfinde ich als etwas Negatives. Das kann ich so nicht stehen lassen. Ich habe als Pfarrer und als Generalvikar versucht, meine Aufgabe so gut wie möglich zu erfüllen. Wenn dann eine weitere Aufgabe auf mich zukommt, muss ich überlegen, ob ich diese leisten kann. Wenn ich die Aufgabe annehme, hat das mit Ehrgeiz doch nichts zu tun. Es gibt niemanden, der bezeugen könnte, dass ich je gesagt hätte, ich wolle Bischof werden. Ich hatte immer den Eindruck, das ist ein Amt, das einem von oben gegeben wird.
Neben dem vielleicht wenig schmeichelhaften „Ehrgeiz“ wird Ihnen aber auch „Lernfähigkeit“ attestiert. Wo sehen Sie die neuen „Lernfelder“, die auf Sie als Bischof zukommen?
Aus meinen Erfahrungen als Generalvikar kann ich mir vorstellen, wo diese Lernfelder liegen. Ohne jetzt konkrete Bereiche zu nennen, werde ich sicher lernfähig sein müssen, um immer wieder von neuem zu erkennen, wo in der Seelsorge was geschehen müsste. Ich werde aber auch korrigierend eingreifen müssen, wenn ich zur Überzeugung gelange, dass ein Weg in eine Sackgasse führt. So oder so möchte ich immer das Beste für das Glaubensleben herausholen.
Sie werden in den nächsten Wochen und Monaten mit Anliegen überhäuft werden. Welche Anliegen bringen Sie selbst ein?
Meine persönliches Anliegen heisst ganz einfach: Wir müssen dort beginnen, wo Jesus begonnen hat. Jesus hat die Menschen seiner Zeit zur Umkehr aufgerufen. Diesen Ruf müssen wir auch in der heutigen Zeit ernst nehmen und uns wieder viel stärker auf Gott konzentrieren, denn der Glaube hat in den letzten Jahren stark nachgelassen. Wir müssen die Menschen darauf aufmerksam machen, dass es ohne Gott nicht geht. Durch die Umkehr kann die Zuwendung Gottes neu entdeckt werden, vor allem im Gebet. Da entdecken wir unser Reservoir und etwas Neues entsteht: Wir werden offen für die Gnadengaben Gottes, konkret die Sakramente. Und als viertes Anliegen die Brüderlichkeit, oder Geschwisterlichkeit, die gelebte Liebe unter den Christen. In vier Stichworte zusammengefasst lauten meine Anliegen: Umkehr, Gebet, Gnade und christliche Liebe.
Das klingt sehr nach einem geschlossenen System für gläubige Katholiken. Wo kommen da die Diakonie und die Beziehungen in unsere säkulare Gesellschaft ins Spiel?
Zur Liebe gehört immer auch die Diakonie, die Zuwendung zum Menschen in seinen alltäglichen Bedürfnissen. Die Liebe verlangt, dass wir uns allen Menschen hinwenden, auch den Nicht-Christen, denken Sie nur an Mutter Teresa.
Die Erfahrung zeigt, dass das Bischofsamt meistens nivelliert. Als progressiv geltende Theologen werden brav, weil sie in die Gesamtkirche eingebunden werden und als traditionalistisch geltende Kandidaten werden milder, weil sie zwischen verschiedensten Gruppen ausgleichen müssen. Können Sie sich vorstellen, dass das Bischofsamt auch Sie verändert?
Ich kann mir das vorstellen, insofern ich als Bischof die Aufgabe habe, mich auf die je einzelne Situation einzulassen und die Menschen zu lieben, wo sie stehen. Das muss ich immer tun, auch wenn sie andere Wege gehen, als ich mir das vorstelle. Ich muss mich also einlassen können auf die Menschen. Ob sie auch mich akzeptieren werden, kann ich nicht voraussagen.
Soeben hat der Papst die tridentinische Messe wieder zugelassen. Was halten sie von diesem Zugeständnis an traditionelle Kreise?
Ich empfinde das als sehr wichtig und als klugen Schachzug. Sie dürfen nicht vergessen, dass nach dem Konzil in dieser Richtung sehr viele Fehler gemacht und viele Menschen in ihren religiösen Gefühlen verletzt wurden. Man ist damals mit sehr wenig Sensibilität vorgegangen, und ich betrachte diesen Entscheid als Wiedergutmachung für das, was damals falsch gemacht wurde.
Genauso grosszügig könnte man nun aber mit der so genannten „Laienpredigt“ umgehen, also Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten die ordentliche Erlaubnis zur Predigt geben.
Entscheidend ist, was die Kirche dazu sagt. Wenn die Kirche dazu Ja sagt, dann ist für mich der Fall klar. Wenn sie aber aus diesen oder anderen Gründen Nein sagt und die Predigt den Priestern vorbehalten will, dann muss ich das akzeptieren.
Dennoch können Sie sich für die Laienpredigt einsetzen. Ganz konkret: Werden Sie das als Bischof tun?
Im Moment könnte ich nicht entscheiden, weil ich die reichhaltige theologische Literatur dazu nicht kenne. Wenn ich mich einlesen und zur Überzeugung kommen würde, dass hier eine unnötige Verengung vorliegt, dann würde ich mich auch dementsprechend einsetzen. Wichtig scheint mir auf jeden Fall, dass man mit dem Lehramt im Dialog bleibt, und dass von dort her klare Normen kommen, weil die Weltkirche sonst auseinanderdriftet.
Und wenn es um die tridentinische Messe geht. Nach welchem Ritus wird Bischof Vitus die Messe feiern?
In bin in den jetzigen Ritus eingeführt worden und habe mich in ihn eingelebt. Ich habe zwar noch im alten Ritus ministriert, aber der neue ist mir gewissermassen in Fleisch und Blut übergegangen. Riten kann man nicht von heute auf morgen wechseln, da wächst man hinein.
Man kann darauf wetten, dass Sie nun danach gefragt werden, wie Sie zum Zölibat, zur Amtsfrage oder zum Frauenpriestertum stehen. Aber welches sind für Sie die zentralen Fragen, denen sich die Kirche heute stellen muss?
Die ganz drängende Frage scheint mir: Wie können wir den Menschen wieder zum Glauben bringen, so dass er selbstständig aus diesem Glauben lebt, auch wenn vielleicht kein Amtsträger da ist. Das halte ich deshalb für so wichtig, weil der Glaube den Menschen trägt. Meine Frage lautet also: Wie vermitteln wir den Glauben so, dass er in den Herzen der Menschen lebt?
Und nun doch noch: Wie stehen Sie zum Zölibat?
Die Erfahrungen in der Kirchengeschichte und die Erfahrungen, die wir mit verheirateten Diakonen bereits gemacht haben, raten zur grossen Vorsicht. Ich meine, der Zölibat ist für die Kirche eine grosse Hilfe. Der Priesterweihe für verheiratete Männer (viri probati) stehe ich sehr skeptisch gegenüber.
…und die Priesterweihe für Frauen?
Wir haben in unserer gesamten Tradition keine Anhaltspunkte dafür. Und auch für den ökumenischen Dialog mit den orthodoxen Kirchen sähe ich grosse Probleme auf uns zukommen.
Sie sprechen die Ökumene an: Im Kanton Zürich ist der Dialog mit der reformierten Kirche keine Frage des Wollens sondern eine Notwendigkeit. Wie stehen Sie dazu?
In den vergangenen Jahren ist diesbezüglich bereits viel erreicht worden, vor allem der gegenseitige Respekt – und das ist viel, wenn wir an frühere Zeiten denken. Auch das gemeinsame Gebet um Einheit ist ein wichtiges Element, wie überhaupt das Eintreten in einen theologischen Dialog. Das alles sind wichtige Dinge, die weitergehen müssen.
Wir dürfen aber nicht übersehen, dass es noch sehr viele Fragen gibt, an denen wir arbeiten müssen, ohne dabei unsere katholische Grundlage zu verleugnen. Wir müssen darauf aufbauen und den Dialog weiterführen. Ich denke konkret an die Ämterfrage, wo wir praktisch immer noch am Anfang stehen. Die müssen wir diskutieren, weil sie auch eng mit der Eucharistie zusammenhängt. Über diese zentralen Fragen dürfen wir nicht einfach hinwegsehen, weil sonst neue Spaltungen entstehen können.
Auf welche Frage, die wir gar nicht gestellt haben, möchten Sie zum Schluss antworten?
Mir ist es sehr wichtig, dass wir in unseren Pfarreien schöne, erbauliche Liturgien haben, denn schöne Liturgien ziehen Menschen auch wieder an. Dann ist es mir ein grosses Anliegen, dass wir schon den Kindern unsere Glaubenswerte mitgeben und sie an den Gottesdienstort gewöhnen. Und schliesslich, als ein Drittes, wünsche ich mir, dass wir uns gegenseitig mit mehr Liebe behandeln.