Maria Theresia Scherer
 Am 31. Oktober 1825 wurde sie auf einem kleinen Bauerngut in Meggen geboren und nach dem plötzlichen Tod des Vaters als Siebenjährige von Verwandten aufgenommen. Mit 16 Jahren trat Katharina eine Stelle im Bürgerspital Luzern an. Eine Wallfahrt nach Einsiedeln liess sie ihre Berufung zum Ordensleben erkennen. Am 1. März 1845 trat sie dem von Pater Theodosius Florentini gegründeten Lehrschwesterninstitut bei, das in Menzingen sein Mutterhaus erhalten sollte. Als Schwester M. Theresia legte sie noch im Herbst desselben Jahres ihre ersten Gelübde ab. 1850 berief Pater Theodosius sie in das Armen- und Waisenhaus von Näfels, 1852 übertrug er ihr die Leitung eines Spitals in Chur. Vier Jahre später entschied sie sich, als Barmherzige Schwester der erweiterten Gründung des Pater Theodosius anzugehören. An seiner Seite lenkte sie als Generaloberin von Ingenbohl das sich rasch ausbreitende Institut der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz. Sie sandte Schwestern in Armen- und Waisenhäuser, in Spitäler und Schulen. Auch wenn sie nicht alle Ideen des Stifters ausführen konnte, der die Barmherzigen Schwestern auch in der Leitung von Fabriken sah, blieb sie ihm über seinen Tod 1865 hinaus treu. Trotz schwerer körperlicher Leiden besuchte sie unermüdlich die Niederlassungen ihrer Gemeinschaft. Am 16. Juni 1888 starb Mutter M. Theresia in Ingenbohl. Â
PD/BIT