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Auf der „Fazenda Gut Neuhof“ finden Jugendliche aus der Sucht zu neuer Freiheit – durch Arbeit, Gemeinschaft und Spiritualität. FOTO: CHRISTOPH WIDER
„Fazendas da Esperança“
Die Wurzeln der Fazenda Gut Neuhof liegen in Brasilien. Dort wurde der deutsche Franziskanerpater Hans Stapel 1979 als Seelsorger mit der grossen Drogenproblematik konfrontiert. „Frei Hans“, wie er genannt wurde, suchte einen Ort für die „Drogados“. 1983 entstand die erste „Fazenda da Esperança“ – „Farm der Hoffnung“ – mit Wohnhäusern, Stallungen, Haustieren, ausgedehnter Landwirtschaft und kleinen Handwerksbetrieben. Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützte das Projekt, das kontinuierlich wuchs. Bald entstanden auch Farmen für drogenabhängige Mädchen. Viele schafften den Ausstieg und entdeckten ihre Würde und Lebensfreude wieder. Die Idee verbreitete sich. Weitere „Fazendas“ wurden gebaut, heute sind es 33 in Brasilien. Seit 1998 gibt es „Farmen der Hoffnung“ auch in Deutschland, Russland, Paraguay, Guatemala, Mexiko, Argentinien, Moçam-bique und auf den Philippinen. „Kirche in Not“ unterstützt die Infrastruktur der „Fazendas“.