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Um- und Neubau der Freien Katholischen Schulen Zürich

Klassen verdoppelt

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Das Gymnasium der Freien Katholischen Schulen Zürich zieht auf Sommer 2007 in ein eigenes Schulhaus, verdoppelt den Klassenbestand und führt die Wirtschaftsmatura ein.

Die Freien Katholischen Schulen Zürich präsentieren sich zurzeit an ihrem Standort an der Sumatrastrasse als grosse Baustelle. Von aussen zeigt sich diese jedoch nur in Form eines bereits im Rohbau befindlichen Neubaus, während sich der zur selben Zeit durchgeführte Umbau eines älteren Schulhauses auf dessen Innenräume beschränkt. Ausgangspunkt dieses Bauprojekts war die Entscheidung, das bestehende Gymnasium von vier auf acht Schulklassen zu verdoppeln, so dass in Zukunft neben den beiden bisherigen Maturitätsprofilen, dem alt- und dem neusprachlichen (Latein und Italienisch), ein weiteres und zunehmend gefragtes Profil, nämlich das wirtschaftliche, angeboten werden kann. Des Weiteren komme es auch im Ergänzungsfachangebot, das bisher auf die geistes- und naturwissenschaftlichen Bereiche konzentriert gewesen sei, mit dem Fach „Anwendungen der Mathematik“ zu einer nennenswerten Erweiterung, erläutert Alfons Lenherr, Rektor des Gymnasiums. Mit diesem zusätzlichen Fach wolle man dem Umstand Rechnung tragen, dass nicht wenige Schülerinnen und Schüler nach der Matura ein Studium an der ETH in Angriff nähmen.
All diese Veränderungen bringen es mit sich, dass der bisherige Standort des Gymnasiums an der Kreuzbühlstrasse beim Bahnhof Stadelhofen aufgegeben wird zugunsten des Standorts Sumatrastrasse, wo ab August 2007 für den Betrieb der acht Klassen ein ganzes Schulhaus zur Verfügung stehen wird, während die bisherige Büronutzung in den Neubau ausgelagert wird. Bis anhin teilten sich die Gymnasiasten ihr 1981 erstelltes Schulhaus zusammen mit neun Sekundarklassen. „Dieser Verbund erlaubte bis jetzt keine klare räumliche Trennung der beiden Schulen“, meint Alfons Lenherr und fügt hinzu, dass ein separates Schulhaus der Entwicklung eines Eigenlebens nur förderlich sein könne. Gleichzeitig glaubt Lenherr nicht, dass durch diese räumliche Veränderung „der Kontakt zwischen Volksschule und Gymnasium“, den er als notwendig erachtet, zukünftig Gefahr läuft, abzubrechen. Schliesslich, so gibt er zu bedenken, befinde sich auch am Standort Sumatrastrasse ein weiteres Sekundarschulhaus.
Die Katholischen Schulen Zürich, die 1924 den Betrieb mit einer ersten Mädchensekundarklasse aufgenommen hatten, begannen erst Ende der sechziger Jahre, neben der Sekundarstufe auch ein Gymnasium zu führen, wobei dieses über drei Jahrzehnte lang nur als Progymnasium existierte und folglich mit dem zehnten Schuljahr endete. Ursprünglich sei dies, so Beat Bollinger, Gesamtleiter der Freien Katholischen Schulen, mit der Idee verbunden gewesen, im Anschluss an das Progymnasium die restliche Schulzeit bis zur Matura in einem Katholischen Internat zu verbringen. Was jedoch über lange Zeit hinweg mit Erfolg funktioniert hatte, wurde später laut Bollinger zunehmend als Schwäche empfunden: „Das Progymnasium galt als Schule, an der man keinen Abschluss machen konnte.“ Die meis-ten Schülerinnen und Schüler traten denn auch in späteren Jahren kaum mehr in ein Internat ein, sondern wechselten nach dem zehnten Schuljahr automatisch an eine staatliche Kantonsschule. Und so drängte sich die Entscheidung auf, eine Schule anzubieten, die bis zur Matura führt. Im Jahr 2002 konnte dann erstmals eine Klasse die Maturität ablegen. Seither nimmt die Schülerzahl laut Lenherr stetig zu und ist gegenwärtig bei einer kritischen Grösse von 94 angekommen, so dass es für das Schuljahr 2006 erstmals unmöglich gewesen sei, in einzelne Klassen zusätzlich Schülerinnen und Schüler aufzunehmen.

SANDRO SCHAUB

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Mit ihrem Bauprojekt reagieren die Katholischen Schulen auf die Bedürfnisse der Zeit.
Mit ihrem Bauprojekt reagieren die Katholischen Schulen auf die Bedürfnisse der Zeit. FOTO: SANDRO SCHAUB