Patenschaften für bedürftige Kinder
„Mit mir“ vermittelt Gotten und Göttis für arme Kinder im Kanton Zürich. Freiwillige engagieren sich für Kinder aus bedürftigen Familien und schenken Zeit und Aufmerksamkeit. Damit bereichern sie deren oft tristes Leben mit neuen Erlebnissen und Erfahrungen. Sie fördern ihre Patenkinder im Alltag und helfen ihnen, ihr eigenes Potential entdecken und entfalten zu können und damit besser gerüstet zu sein, später ihr Leben zu meistern. „Mit mir“ stärkt die seelische und körperliche Gesundheit der Kinder und erweitert ihren Bildungshorizont. Langfristig verhindert des Projekt Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Jedes Kind entscheidet selbst, ob es sich auf eine Patenschaft einlassen möchte. Die Caritas begleitet und unterstützt die Patenschaften. Die Freiwilligen werden vor ihrem Einsatz sorgfältig ausgewählt und auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet.
forum: Was leistet „mit mir“ speziell im Rahmen von Armut und Bildung?
Margrit Ganz, Projektverantwortliche: Unsere Patinnen und Paten besuchen mit ihren Patenkindern Orte, die diese vorher nicht kannten, zum Beispiel ein Museum oder einen Ausflugsort. Manche laden die Kinder zu Familienfesten ein. Wichtig ist es, Zeit zu haben – zum Spielen, Wandern, Kochen und Plaudern. Dabei werden die sozialen Kompetenzen erweitert und neue Kenntnisse vermittelt.
Welche konkreten Ergebnisse haben Sie bis anhin erreicht?
Bei den Kindern und Freiwilligen, die mehr als ein Jahr am Projekt teilnehmen, sind Bindungen entstanden, die beide Seiten als sehr kostbar bezeichnen. Dies deutet darauf hin, dass hier Beziehungen geschaffen worden sind, die den Kindern bessere Zukunftschancen bieten: Sie können auf die Hilfe ihrer Patin, ihres Paten zählen.
Wie soll es weitergehen?
Das Projekt stösst überall auf ein gutes Echo – nicht nur bei den Familien und Freiwilligen, sondern auch bei Organisationen und staatlichen Institutionen. Das Projekt wirkt nachhaltig auf die beteiligten Personen und deren Umfeld ein. Um die bestehenden Patenschaften weiter gut begleiten zu können und neue aufzubauen, ist „mit mir“ für weitere vier Jahre bewilligt worden.
Nennen Sie drei Gründe, warum sich jemand bei Ihrem Projekt engagieren soll.
Arme Kinder erhalten eine Bezugsperson, die sich liebevoll um sie kümmert, sie fördert und eine mögliche Einsamkeit oder Isolation der Familie durchbricht.
Eltern erfahren etwas zeitliche Entlastung. Freiwillige können aktiv etwas gegen Armut in der Schweiz tun.
PIA STADLER