Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zuerich

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Sie sind hier: Startseite Archiv 2005 forum Nr. 19, 2005 Liebe Leserin, Lieber Leser
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Liebe Leserin, Lieber Leser

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Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 fragen sich viele, ob und wie der Islam mit der offenen, westlichen Gesellschaft zu vereinbaren ist. Aber was heisst schon „der“ Islam? Den gibt es so wenig, wie es „das“ Christentum gibt. So wie „der“ Islam in den Medien bisweilen dargestellt wird, könnte man zur Überzeugung kommen, Islam und Christentum seien meilenweit voneinander entfernt und eine echte Verständigung zwischen beiden Religionen ein Ding der Unmöglichkeit.
Globalisierung und Migration haben in der westlichen Welt zu einer Durchmischung verschiedenster Kulturen geführt, auch in der Schweiz. So sind die bei uns lebenden Muslime längst keine vernachlässigbare Minderheit mehr, sondern fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Der Islam stellt hierzulande mittlerweile die drittgrösste Religionsgemeinschaft dar, aufgesplittert in mehrere Glaubensrichtungen. Paul Hinder, Bischof von Arabien, betont im Gespräch zu Recht, dass die religiöse Landschaft in Europa auf jeden Fall vielfältiger wird – ob uns das gefällt oder nicht. Es gibt kein Zurück hinter die multikulturelle Gesellschaft. „Interreligiöser Dialog“ wird da oft als Zauberwort genannt. Das tönt auf Kongressen und bei Friedensgebeten gut, doch bewähren muss sich ein solcher Dialog im Alltag, im Umgang mit Musliminnen und Muslimen am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft.
Welche Zukunft hat der christlich-islamische Dialog und unter welchen Umständen kann er gelingen? Diese Fragen haben wir Paul Hinder und der muslimischen Publizistin Rifa’at Lenzin gestellt. In diesem Heft kommt Bischof Hinder zu Wort, in der übernächsten Nummer Rifa’at Lenzin. 

JUDITH HARDEGGER

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Judith Hardegger